Harsewinkel-Greffen (gl). Bei der Kolpingsfamilie Greffen ist es jetzt ums Thema „Effiziente Sanierung alter Wohngebäude“ gegangen. Etwa 30 Gäste lauschten dem Vortrag im Kolpingheim.
Klemens Nolte, Fachreferent des Diözesanverbands Münster, und Mirko Bostelmann von der Volksbank Harsewinkel wussten einiges zur Sanierung alter Wohngebäude zu berichten. Nolte ist für die Handwerkskammer im Kreis Steinfurt als Energieberater tätig. Der Fachmann spannte einen Bogen von praktisch nicht vorhandenen Dämmmaßnahmen in Bauten der 50er-Jahre bis zu heutigen Vorgaben und Ansprüchen.
Dabei wies der Experte auf Fehler wie falsches Lüften oder aus baubiologischer Sicht ungünstige Wandverkleidungen hin. Besonders wichtig war ihm das Aufzeigen der verschiedenen Fördermittel, die eine Energieeinsparmaßnahme seiner Meinung nach attraktiv machen. Heizkosten stellten mit etwa 75 Prozent den größten Anteil an den Energiekosten eines Hauses dar, so Nolte.
Dämmmaßnahmen könnten zu Einsparungen von mehr als 50 Prozent führen und teils in Eigenleistung umgesetzt werden. Zuvor sei eine fachkundige Beratung zu empfehlen, wie sie auch in Harsewinkel von neutralen Fachleuten angeboten werde. Einen ersten Eindruck von Energieverlusten erhalte jeder, der sein Haus im Winter beobachte. „Wo kein Schnee auf dem Dach liegt, man an geschlossenen Fenstern und Türen kalte Luft verspürt oder in Zimmerecken an der Decke oder hinter Schränken dunkle Stellen auftreten, sollte man etwas für den eigenen Geldbeutel tun“, sagte Nolte. Er betonte: „Wenn es zieht, dann kostet es Geld.“
Hinweise zu Fördermöglichkeiten bekamen die Gäste von Mirko Bostelmann von der Volksbank Harsewinkel. Er stellte verschiedene Finanzierungsmodelle vor, die es jedermann ermöglichen, eine Sanierung in Angriff zu nehmen. |